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Aus der Gründungszeit stammt der romanische Kirchenbau, den Sie heute noch sehen können. Nachdem wir die Kirche betreten haben, gelangen wir in das Paradies. Auf der rechten Seite befindet sich eine Skulptur: Jesus Christus als Löwe von Juda lädt uns zum Betreten der Kirche ein. In der Kirche können wir die romanische Architektur der Hirsauer Bauschule erkennen: auffällig sind die drei Schiffe und deren Abtrennung durch die Pfeiler. Im ehemaligen Kreuzgang am rechten Seitenschiff befindet sich noch ein Überrest des romanischen Kreuzganges.
Nach dem Betreten des Kirchenschiffes wird unser Blick nach vorne zur gotischen Apsis gelenkt, deren Bauherr Abt Ulrich IV. Dürner (1461-94) war. Er gilt als zweiter Gründer des Klosters. Gegen Mitte des 15. Jahrhunderts machte sich im Kloster ein Verfall der Sitten wie auch der Wirtschaftstrukturen bemerkbar. Zu den Verdiensten Abt Ulrichs gehört die Reform des Klosters in geistlichen wie in weltlichen Dingen. Auf seine Zeit gehen die Klosterbiere zurück, die von 1461 bis 1958 immer am gleichen Ort, nämlich dem alten Brauereigebäude (heute Bibliothek), gebraut wurden. Auch der gotische Kreuzgang, dessen Überreste sich am rechten Seitenschiff befinden, geht auf seine Zeit zurück.
Ein Meisterstück ist ohne Zweifel die Konzeption des barocken Deckenschmucks in der Kirche. Die vorgezogene Orgelempore führt den Blick Betrachters in die Höhe und lässt in ihm eine Spannung entstehen, die sich erst dann löst, wenn der Besucher ganz in der Kirche steht und alle Deckengemälde gesehen hat. Der barocke Stuck bringt den Betrachter in Bewegung und lässt ihn den Blick erheben, für das, was droben ist. Das Konzept dieses Bilderlebnisses stammte von Dominikus III. von Eisenberg (1726-42), der anlässlich der 600-Jahr-Feier des Klosters und der Kirche die barocke Fassung der Kirche plante.
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