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"Singend lasst uns vor ihn treten, mehr als Worte sagt ein Lied"
Im gemeinsamen Gebet wie im Beten des einzelnen begegnet der Mönch Gott. Das Gebet, das in der täglichen Eucharistiefeier seinen Höhepunkt findet, soll von seinem Wesen ein Dank an Gott sein. Wir glauben, dass Gott in seinem Sohn am Werk ist und uns durch den Tod seines Sohnes am Kreuz vom Tod erlöst und uns damit sein göttliches Leben geschenkt hat. Heißt das nicht letztlich, dass unser Leben ein Geschenk Gottes und unsere Berufung ein Dank sein soll?
Leben als Geschenk Gottes ist unverfügbar; es kann uns niemand nehmen. So wird die Annahme des Lebens, das Ja zum Leben, eine geistliche Aufgabe. Je mehr der Mensch das Leben annimmt, umso mehr wächst er in der inneren Freiheit und in der aufrichtigen Liebe gegenüber dem Mitmenschen. Das von Gott geschenkte Leben ist keine Selbstverständlichkeit. Es soll verinnerlicht werden, deshalb sollen sich die Mönche mehrmals am Tag an den lebensbejahenden Gott erinnern. Auf diesem Hintergrund verlangt der hl. Benedikt in seiner Regel: "Zu diesen Zeiten lasst uns also unserem Schöpfer den Lobpreis darbringen wegen seiner gerechten Entscheide, nämlich in Laudes, Prim, Terz, Sext, Non, Vesper und Komplet. Auch in der Nacht lasst uns aufstehen, um ihn zu preisen." (Benediktsregel, Kap. 16, Vers 5)
Wenn Sie uns besuchen, sind Sie herzlich dazu eingeladen, mit uns vor Gott hinzutreten und mit den Psalmen für das Geschenk des Lebens zu danken. Gebetszeiten
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