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Mönche im Gebet Pater Martin und Pater Maurus Frater Andreas bei der Obsternte

Sich an Gott zu erinnern, das Leben anzunehmen und Gott dafür zu loben, diesem Anspruch versuchen die Mönche seit Zeiten  nachzukommen. Grundlage des gemeinsamen Gebets blieben seit Anbeginn des Mönchtums im 3. Jahrhundert die Loblieder des Alten Testamentes, die Psalmen, die das Gebetbuch des Judentums, Jesu und der Kirche darstellen. In ihnen kommen der Dank an Gott und sein Lob zur Sprache, aber auch die dunklen Erfahrungen der Menschen werden nicht ausgespart; in den Erfahrungen der Psalmen fühlt sich der Beter angesprochen und aufgehoben.

Neben das Gebet der Gemeinschaft tritt das private Gebet des  Mönches. Es ist der Raum, in dem er sich mit den Erfahrungen seines Lebens, seinen Freuden, Ängsten und Nöten vor Gott aussprechen kann. Das Leben will bedacht und durchbetet sein. Gott, der den Menschen geschaffen hat, ihn auf seinem Lebensweg begleitet und alle Tage bei ihm ist, kennt den Menschen und sein Leben. Gott und dem Menschen ist das Leben gemeinsam. Deshalb fühlt sich der Mönch im Gebet geborgen und zutiefst verstanden. Bei Gott findet er Ruhe und Kraft.

„Ora et labora“ - die Gebets- und Lesungszeiten gliedern den Tag in einzelne Abschnitte, in denen der Mönch den Dienst verrichtet, der ihm durch den Oberen zugewiesen ist. Der Dienst reicht von der schweren körperlichen Arbeit in der Landwirtschaft, im Garten und in der Bäckerei über Schreibtischtätigkeiten in der Klosterverwaltung, der Bibliothek und im Archiv bis zur Seelsorgsarbeit in den Pfarreien, im Gästehaus St. Gregor, im Jugendhaus, in der Jugendvesper, bei den Priestern und in der Schule. Darüber hinaus will das Kloster als Haus Gottes geputzt und sauber sein. Auch diese einfachen Tätigkeiten müssen verrichtet und erledigt werden. Bei aller Härte und Last der Arbeit ist es wichtig, ausgerichtet zu bleiben auf Gott und auf den Mitmenschen, den unsere Arbeiten dienen sollen.