Ernten, Entdecken und Genießen im Kloster Plankstetten:
Am 13. September durften wir gemeinsam mit großen und kleinen Gästen einen besonderen Tag erleben, der eindrucksvoll zeigte, wie vielfältig, lebendig und genussvoll „Bio“ sein kann. Von der Hofführung über die gemeinsame Kürbisernte bis hin zu Verkostungen, Vorträgen und dem Apfelsaftpressen mit frischem Streuobst war überall Begeisterung, echtes Interesse und gelebte Wertschätzung für Natur und Handwerk spürbar.
Bereits am Vormittag erhielten die Gäste bei der Führung über das Klostergut Staudenhof einen direkten Einblick in die ökologische Landwirtschaft und Tierhaltung. Anschaulich wurde vermittelt, was „Bio“ in der Tierhaltung konkret bedeutet und wie Kreislaufwirtschaft in Plankstetten umgesetzt wird.
Ein weiterer Höhepunkt war die gemeinsame Kürbisernte. Die in Plankstetten ausgebildete Gemüsegärtnerin Lea Aigner erklärte zunächst die auf den Feldern praktizierte Fruchtfolge und deren Vorteile für Bodenfruchtbarkeit und Pflanzengesundheit. Während der Ernte entwickelte sich ein lebendiger Austausch: Besonders interessierten sich die Teilnehmer für die verwendeten Düngemittel, die angebauten Gemüsesorten und praktische Tipps für den eigenen Garten.
Am Nachmittag stand der Genuss im Mittelpunkt: Bei Käse, Wein, Bier, Kürbissuppe, Fleisch vom Grill und Keksen in Bio-Qualität konnten sich die Gäste auch geschmacklich von der Bio-Qualität überzeugen. Am Grill stand unser Koch Matthias Sippl, der geduldig zahlreiche Fragen rund um Zubereitung und Herkunft der Zutaten beantwortete.
Neben den kulinarischen Angeboten boten verschiedene Vorträge Raum für vertiefende Einblicke. So berichtete Bäckermeister Frater Bonifatius Holzmann von den Herausforderungen einer Bio-Bäckerei – beginnend beim Mahlen des Getreides bis hin zum täglichen Backen. Das Weingut Rothe und das Riedenburger Brauhaus bereicherten den Tag mit Verkostungen und fachkundigen Beiträgen. Auch der Bund Naturschutz Neumarkt trug mit liebevoll gestalteten Aktionen für Groß und Klein zum Gelingen der Veranstaltung bei.
Ein besonderes Highlight bildete der Ausklang des Tages: das gemeinsame Apfelsaftpressen. Eine kleine Gruppe machte sich mit Klostergärtner Philip Kadner auf den Weg zu den Streuobstbäumen an der Klostermauer. Beim Pflücken und Naschen der Äpfel erfuhren die Teilnehmenden mehr über die Bedeutung dieser alten Bestände für die Biodiversität und über die Unterschiede zur konventionellen Plantagenwirtschaft. Anschließend wurden die Früchte zerkleinert, gepresst und der frische Saft genossen. Bei der gemeinsamen Arbeit und beim Genuss entstand erneut viel Raum für Gespräche und Austausch. Ein gelungener Ausklang für einen Tag, der uns zeigte, wie gemeinsames Engagement für Nachhaltigkeit, Genuss und Umweltbewusstsein Menschen verbindet und begeistert.
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