Unser Besuch im Kloster Gnadenthal (Ingolstadt):
Am 2. Februar feiert die Kirche das Fest der Darstellung des Herrn (Mariä Lichtmess). Seit 1997 ist dieses Fest mit dem Tag des geweihten Lebens verbunden, an dem die Kirche besonders auf die Orden und Ordensgemeinschaften mit ihren Charismen, ihrer Tradition und langen Geschichte schaut. Aus Anlass des Tages des geweihten Lebens machte sich gestern der Konvent auf, um die Franziskanerinnen im Kloster Gnadenthal in Ingolstadt zu besuchen, die in diesem Jahr ihr 750-jähriges Gründungsjubiläum feierten.
Anlässlich des Tages des geweihten Lebens waren die Gläubigen des Dekanats Ingolstadt ins Kloster Gnadenthal eingeladen; dieser Gruppe schlossen wir uns an. Um 16:00 Uhr versammelten wir uns in der kleinen Kirche und wurden von Sr. Edith Heubl OSF herzlich begrüßt. Im Mittelpunkt dieses Nachmittags standen die Kunstwerke von Schwester M. Euphemia Blaschke OSF, die im 20. Jahrhundert bedeutende Kunstwerke schuf: Sie malte in der Enkaustik-Technik die Kirche im Gnadenthal, den Wonnegarten und die heilige Stiege aus. In einer kleinen Führung wurden Gemälde von ihr und Stickereiarbeiten gezeigt, deren Entwürfe auf die Künstlerin zurückgingen. Der Rundgang durch das Kloster führte uns so manches historisches Kunstwerk vor Augen.
Der Gang durch das Kloster führte uns in die Kirche zurück, wo wir die Vesper sangen, der der stellv. Dekan Dr. Clemens Hergenröder vorstand. In seiner Predigt wies er ausgehend von einem Urlaubserlebnis darauf hin, dass das Gebet der Ordensleute vielen Menschen in schwierigen Situationen Halt gibt. Nach der Vesper folgten wir der Einladung der Mitschwestern zum Abendessen in ihrem Refektorium. Die Begegnungen mit den Schwestern und Mitchristen war von einer Herzlichkeit geprägt, die unsere alten Verbindungen freudig erneuerte. Aus diesem Grund werden wir uns im Sommer in der Abtei Plankstetten treffen, worauf wir uns schon heute freuen.
Beda Maria Sonnenberg OSB