Der Fraktionsvorsitzende der Europäischen Volkspartei im Europaparlament, Herr Manfred Weber (MdEP), hat sich bei einem Besuch im Kloster Plankstetten über die Bauarbeiten des derzeitigen Abschnitts der Generalsanierung und insbesondere über das Holz-Strohhaus St. Wunibald informiert.

Herr Weber ist damit der Einladung von Herrn Abt Dr. Beda Maria Sonnenberg OSB gefolgt, sich zur Besichtigung dieses strohgedämmten Referenzbaus in Europa aufzumachen. Das derzeit entstehende Holz-Strohhaus St. Wunibald wird unter anderem durch das INTERREG-Programm der EU, unter dem Motto „Low Carbon“ im Projekt UP STRAW, gefördert.

Der viergeschossige Strohballenbau ist in Süddeutschland von seiner Größe her einzigartig und gilt schon jetzt in Deutschland und Europa als Referenzgebäude für nachhaltiges Bauen mit nachwachsenden Baustoffen. „Strohbau schützt das Klima dreifach“, so der bauverantwortliche Frater Andreas Schmidt OSB, „denn im Wachstum entzieht Stroh der Atmosphäre CO2, die Herstellung der Strohballen benötigt wenig Energie und als hervorragender Dämmstoff hilft Stroh, Heizenergie zu sparen. Um CO2 Emissionen im Bauwesen zu senken und die Klimaschutzziele zu erreichen, ist diese Bauweise hervorragend geeignet.“

Herr Abt Dr. Beda Maria Sonnenberg OSB führte Herrn Weber durch das Gebäude. Herr Landrat Willibald Gailler, Herr Bürgermeister Ludwig Eisenreich, Herr Bundestagsabgeordneter Alois Karl und Frau Bezirksrätin Heidi Rackl zeigten sich ebenso interessiert wie Herr Manfred Weber. Dieser zeigte sich beeindruckt von diesem innovativen Bauprojekt, gratulierte die Mönche für ihren Mut zu solch einem Pilotvorhaben und freute sich über das große öffentliche Interesse an dieser EU-geförderten Baumaßnahme. Werden doch durch das INTERREG-Programm Fördermittel auch für die Kommunikation und Verbreitung der Strohballenbauweise bereitgestellt.

Der Mehrzweckbau Haus St. Wunibald wurde gemäß Bayerischer Bauordnung in die Gebäudeklasse „Sonderbau“ eingeordnet und hatte höchste Anforderungen z.B. in Bezug auf Statik und Brandschutz zu erfüllen. Als größter Strohbau Süddeutschlands wird Haus St. Wunibald bereits heute als Vorbildgebäude von öffentlichen und privaten Bauherrschaften sowie Baufachleuten aufgesucht, die Interesse an klimaschonendem Bauen haben.

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