Die Benediktinermönche präsentieren ihr Bauprojekt und die Strohbauweise per Video
Ende März wurden über 2000 Strohballen für den Neubau des Klosters gepresst. Zu dem Anlass sollte die Veranstaltungsreihe „Strohbau erleben“ beginnen, die den Bau des größten strohgedämmten Gebäudes Süddeutschlands begleitet. Wegen Corona konnte dies nicht stattfinden; nun werden stattdessen eine Reihe von Podcasts veröffentlicht, die unter https://bau-mit-stroh.de/podcast abrufbar sind.
Im ersten Podcast wird das Bauprojekt Haus St. Wunibald vorgestellt und die Produktion der klostereigenen Baustrohballen gezeigt. Außerdem enthält der Film einen Ausschnitt des Fachvortrags „Strohballenbau in Deutschland und Europa“, in dem Strohbau-Experte Benedikt Kaesberg die Entwicklung der Bauweise von ihren Anfängen in Amerika bis heute vorstellt. Stroh ist seit 2006 in Deutschland ein bauaufsichtlich anerkannter Baustoff.
Gefördert wird die Publikation durch das EU-Projekt UP STRAW, dessen Partner die Benediktinerabtei Plankstetten ist und das zum Ziel hat, die Nutzung von Stroh im europäischen Bausektor zu erhöhen. Dadurch sollen die derzeit sehr hohen CO2-Emissionen im Baubereich reduziert werden.
Auf der UP STRAW-Internetseite www.bau-mit-stroh.de können Interessierte sich laufend über den Baufortschritt des von den Hirner & Riehl Architekten entworfenen Holz-Stroh-Hauses St. Wunibald informieren und regelmäßig neue Veröffentlichungen zum Thema Bauen mit Stroh finden. Das nächste Video der Podcast-Reihe „Strohbau erleben“ ist bereits in Produktion und handelt u.a. von der Widerstandskraft strohgedämmter Häuser gegenüber Mäusen, Feuer und Feuchte.

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