Die Feier begann am Sonntag mit einem Pontifikalamt in der Abtei-Kirche, das der Chor Tutti insieme musikalisch gestaltete. Zahlreiche Gläubige feierten das Pontifikalamt mit, darunter auch die langjährigen ehemaligen Begleiter aus der Kommunalpolitik, Ex-Landrat Willibald Gailler und der frühere Bürgermeister Ludwig Eisenreich.
Den Festgottesdienst zelebrierte Abt Beda mit mehreren Geistlichen, darunter auch sein Vorgänger im Kloster, der langjährige Bischof von Eichstätt, Gregor Maria Hanke.
Die Festpredigt hielt Jesuitenpater Dr. Markus Luber, Professor für Missionswissenschaften und kulturelle Theologie an der Hochschule St. Georg, Frankfurt am Main.
Der Abt habe in Plankstetten immer Baustellen erlebt, Baustellen verbunden mit Auflagen und Fragen der Finanzierung. In seiner Zeit als Abt sei viel Schönes entstanden. Dazu gehörten lebendige Steine, der Glaube an Christus, an Fundamente. Die Kirche sei mehr als nur ein Versammlungsort: Die Mönche seien wie Steine die Fundamente des Klosters. Das Kloster sei für die Menschen da, um mit dem Geheimnis Gott-Mensch in Berührung zu bleiben. Professor Luber bezeichnete Abt Beda einen sozialen Menschen, der gerne kommuniziere und der den alltäglichen Plan nenne. „Solche Menschen braucht unsere Gesellschaft“, sagte Luber. Menschen, die wie Abt Beda Freude an Begegnungen haben und die dafür sorgen, den Glauben zu erhalten.
Der Jubilar erblickte an einem Kirchweihmontag das Licht der Welt. Er wuchs in Neunkirchen am Brand auf und besuchte dort die Grund- und Hauptschule. Danach ging er auf die Realschule in Gräfenberg und die Fachoberschule in Erlangen. Dass der Himmel bei seiner Geburt bedeckt war, versteht er heute als Omen, sagte Abt Beda. Es erinnere ihn an die „Wolke des Nichtwissens“(Kapitel 7). Dort heißt es: „Mit Hilfe des Wortes Gott sollst du alle Arten und Gedanken so heftig unter die Wolke des Vergessens werfen, dass du einem Gedanken, der sich an dich herandrängt und dich fragt, was du willst, mit nicht mehr Worten als diesem einen entgegnest.“
Beda Maria Sonnenberg ist seit 2010 Abt des Klosters Plankstetten
1987 trat Beda in das Noviziat des Klosters Plankstetten ein und erhielt seinen Ordensnamen. Er legte vor Abt Dominikus Madlener das zeitlichen und drei Jahre später das ewigen Gelübde ab. Danach studierte er Theologie in Eichstätt und München. Im Mai 1996 wurde er in Plankstetten zum Priester geweiht. Genau vor 20 Jahren promovierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München in Geschichte der Theologie. 2007 wurde er, da sein Vorgänger Gregor Maria Hanke Bischof von Eichstätt ernannt worden war, vom Konvent zum Prior-Administrator der Abtei gewählt. Nach Ablauf der dreijährigen Amtszeit wählte ihn der Mönchskonvent des Klosters 2010 zum Abt.
Bild und Text (gekürzte Version) von Franz Guttenberger, Mittelbayerische Zeitung

