Unsere Klosterküche ist das Herzstück des regionalen Autarkiekonzeptes. Hier werden nicht nur schmackhafte Speisen für Gäste, Mitarbeiter und Mönche gezaubert, sondern auch klostereigenes Obst- und Gemüse veredelt.

Frische und saisonale Vielfalt sind dabei die wichtigsten Kriterien für Küchenchef Christoph Öttl und sein Team. Wir setzen auf qualitätvolle Alltagsküche aus hochwertigen Bio-Zutaten. Und das Ganze mit handwerklicher Sorgfalt verarbeitet – statt dreierlei Schäumchen.

Im Einklang mit diesem Prinzip verwendet unsere Klosterküche ausschließlich  Bio-Lebensmittel, die schonend und frisch zubereitet werden. Der überwiegende Teil der Zutaten kommt dabei aus den Klosterbetrieben selbst.

Bei unseren leckeren Zucchinischnitzel in Dinkelbierteig mit Tomaten-Auberginen-Ragout und frischen Kräutern sind beispielsweise nur Öl und Gewürze zugekauft.

An Klosterfesten oder großen Veranstaltungen läuft der Küchenbetrieb auf Hochtouren. Hier kommen die Klosterklassiker auf’s Tablett: Ochsenbraten, selbstgemachte Bratwürste oder Dinkel-Gemüse-Pfanne. Unseren Besuchern gefällt „ was Gscheits“!

Und weil wir unsere Begeisterung gerne teilen, bietet unser Küchenchef zukünftig auch Basiskochkurse zum Thema „Regionale Gaumenfreuden“ an.

Qualität aus dem Ursprung – mit dieser Lieblingszutat und einer guten Portion Kreativität punktet unser Küchenteam regelmäßig. Die verwendeten Produkte kommen fast ausschließlich von den Klosterbetrieben Landwirtschaft, Gärtnerei, Bäckerei und Metzgerei.

Die Landwirtschaft liefert vor allem Kartoffeln. Das ist auch notwendig, da unsere leckeren Kartoffelprodukte hausgemacht sind! Außerdem wachsen auf den Feldern des Staudenhofs Dinkel und Emmer – daraus werden in einer regionalen Manufaktur eigene Nudeln hergestellt. Geschliffene Dinkelkörner sind auch eine schmackhafte Reisalternative ohne Tausende von Kilometern Anreise.

Die Ernte der Streuobstwiesen verwandelt sich in der Küche in fruchtige Desserts, Saft oder Kompott.

Der Garten liefert knackiges, erntefrisches Gemüse. Was nicht sofort aufgetischt wird, konservieren wir durch Einkochen, Frosten oder Einlegen.

Von Bäckerei und Metzgerei bekommt die Klosterküche natürlich frische Backwaren sowie Wurst und Fleischspezialitäten. Durch die klostereigene Spitzenqualität „mit Gesicht“ entstehen Gerichte mit Geschichte statt anonymer Massenware.

Nur wenige Lebensmittel wie Öl, Salz, Gewürze, Zitrusfrüchte oder Pilze werden zugekauft. Selbstverständlich auch diese in 100 % Bio-Qualität.

Die besondere Herausforderung für unsere Klosterküche liegt in der Saisonalität der Urproduktion.

Eigentlich ist das ja gerade unsere Stärke! Aber welcher Gartenbesitzer kennt sie nicht – die gefürchtete „Zucchinischwemme“. Wenn bei guten Wuchsbedingungen alles gleichzeitig und in großen Mengen reift, ist schnelles Handeln gefragt.

Unser Küchenteam verdreht schon mal amüsiert die Augen, wenn die Klostergärtner tonnenweise Tomaten anliefern oder die Landwirte im Kühlraum eine Mauer aus Apfelkisten errichten. Aber dann heißt es anpacken: Damit die wertvollen Feldfrüchte nicht verderben, werden sie haltbar gemacht. Am liebsten effizient, also mit wenig Energieaufwand, und nach traditionellen Methoden.

Dann entstehen aus den Früchte- und Gemüsebergen leckere Chutneys, Soßen, Suppen oder Ketchup. Manche Gemüse, wie zum Beispiel Gurken und Zucchini, eignen sich besser zum Einlegen in Essig mit Kräutern und Gewürzen. Mediterrane Fruchtgemüse werden gerne gegrillt und in Öl haltbar gemacht. Und frische Kohlgemüse lassen sich knackig für Gemüsepfannen einfrieren.

Das Ziel ist immer, die Versorgung mit klostereigenen Produkten über das ganze Jahr zu ermöglichen. Dafür braucht es natürlich eine guten Überblick und vorausschauendes Handeln. Doch beides zahlt sich bei uns regelmäßig aus!

Wie schön ist es doch, im Januar ein Soßenglas der Tomate ‚Rosa‘ zu öffnen, deren Duft und Geschmack den letzten Sommer in sich trägt?