1929/1930 wurde im Zuge der 800 Jahre Feier Plankstettens die Kirche durch das Presbyterium erweitert. Im Untergeschoß entstanden eine Gruft und eine Krypta.

Die Unterkirche wurde in jüngster Zeit (1990ger Jahre) im byzantinischen Stil ausgemalt. Es handelt sich um eine byzantinische Kapelle zur Feier der Göttlichen Liturgie der Orthodoxen Kirche.

Betritt man eine orthodoxe Kirche, findet man kein Weihwasserbecken wie in der katholischen Kirche, sondern Ikonen zur Begrüßung. Mit der Ikone wird der abgebildete Heilige verehrt, nicht das Bild selbst. Die Ikone gilt als „Fenster“ zum Himmel, durch das der heilige in unsere Welt hereinsieht.

Im Chorraum hinter der Ikonostase ist der Himmel dargestellt: in ihm finden sich der Richterstuhl Christi (mit Tuch, Buch und Heiligen Geist), die Muttergottes mit Kind, die Erzengel, die sich ihr zuwenden und eine Schar von Evangelisten und Aposteln.

Vor der Ikonostase ist der Kosmos dargestellt, über dem Jesus Christus als Pantokrator inmitten der Evangelisten und Engel herrscht.

Sodann finden sich die zentralen Feste im Leben Jesu und seiner Mutter Maria (die Verkündigung des Herrn, die Geburt Mariens, die Heimsuchung, die Geburt Jesu, die Anbetung der Könige, die Darstellung im Tempel, die Taufe im Jordan, die Verklärung, die Auferweckung des Lazarus, der Tod Mariens, der Einzug in Jerusalem, das letzte Abendmahl, die Kreuzigung, der Abstieg zur Hölle, die Erscheinung vor Maria Magdalena, die Himmelfahrt Jesu, der reiche Fischzug, der ungläubige Thomas, das Pfingstfest).

In Augenhöhe findet sich ein Fries von Heiligen der West- und Ostkirche. Ihre Reihen sind durchbrochen von den Grablegen der Mönche. So bildet diese Etage zusammen mit den Gottesdienstteilnehmern die sichtbare und die unsichtbare Kirche, die sich um Christus zum Lobgesang seiner Herrlichkeit vereinigt.